Reifen
Vier Flächen, jede so groß wie eine Handfläche, halten Ihr Auto auf der Straße. Rundlauf erklärt, welche Reifen Sie brauchen, wann Sie wechseln und was das kostet. Ohne Shop, ohne Umwege.
- Welche Reifen brauche ich?Größe lesen, Saison wählen, Segment festlegen. Drei Schritte, ein klares Ergebnis.
- Winterreifen: Regel, Termin, ProfilWas in Deutschland gilt, wann der Wechsel ansteht und welche Profiltiefe wirklich reicht.
- 60 Reifenmodelle im VergleichJedes Modell eingeordnet nach Saison, Segment und Einsatz, mit den passenden Alternativen.
So viel Reifen berührt gerade die Straße
149 cm² je Reifen, etwa eine Handfläche: 16 cm breit, 9 cm lang.
Bei 2,3 bar trägt die ganze Lauffläche gleichmäßig.

Jetzt wichtig
Von Oktober bis Ostern zählt das Alpine-Symbol
Deutschland kennt keine feste Winterreifenpflicht nach Datum. Sobald Schnee, Eis oder Reifglätte liegen, dürfen nur Reifen mit Alpine-Symbol fahren. Wer dann mit Sommerreifen unterwegs ist, zahlt mindestens 60 Euro und bekommt einen Punkt.
Gesetzlich reichen 1,6 mm Profil. Auf nasser oder verschneiter Straße verliert ein Winterreifen unter 4 mm aber einen großen Teil seiner Haftung. Die Messung dauert mit einer Münze zehn Sekunden.
Reifen, die älter als sechs Jahre sind, gehören auf den Prüfstand, auch mit gutem Profil. Die DOT-Nummer auf der Flanke verrät das Alter auf die Woche genau.
Welche Reifen brauche ich?
Die Frage hat drei Teile. Jeder lässt sich in einer Minute beantworten, ohne Fachwissen und ohne Händler.
Die Größe steht im Fahrzeugschein
Feld 15.1 und 15.2 der Zulassungsbescheinigung Teil I nennen eine zugelassene Größe, zum Beispiel 205/55 R16 91V. Weitere Größen stehen im CoC-Papier. Die aktuelle Größe lesen Sie außerdem auf der Reifenflanke ab.
Reifengröße richtig lesenDie Saison entscheidet Ihr Alltag
Zwei Reifensätze lohnen sich für alle, die im Winter regelmäßig fahren und mehr als 10 000 km im Jahr zurücklegen. Ganzjahresreifen passen zu Stadt, Flachland und wenig Kilometern. Reine Sommerreifen sind nur noch etwas für das Zweitauto.
Sommer, Winter oder GanzjahrDas Segment bestimmt den Preis
Premium, Qualität oder Budget: Zwischen den drei Stufen liegen in 205/55 R16 jeweils 30 bis 40 Euro je Reifen. Der Unterschied zeigt sich beim Bremsen auf nasser Straße, nicht im Alltag auf trockener Autobahn.
Was Reifen 2026 kosten
Im November 2025 habe ich für ein Gutachten einen Auffahrunfall auf der A8 bei Leonberg nachgerechnet. Nasse Fahrbahn, etwa 100 km/h, ein Kombi, der zwei Fahrzeuglängen zu spät zum Stehen kam. Die Bremsen waren in Ordnung, das ABS hatte gearbeitet. Das Problem saß an den vier Stellen, die den Asphalt berühren: Alle Reifen stammten aus dem Jahr 2018 und hatten noch 3,0 mm Profil. Gesetzlich war nichts zu beanstanden. Technisch waren sie am Ende, der Bremsweg auf Nässe lag rund zehn Meter über dem, was neue Reifen geschafft hätten.
Dieser Leitfaden führt in sieben Abschnitten durch das, was ich seitdem jedem erkläre, der nach Reifen fragt. Jeder Abschnitt verweist auf die Seite, die tiefer geht. Wer vor einem Kauf steht, beginnt bei Welche Reifen brauche ich.
Was ein Reifen leisten muss
Vier Flächen, jede so groß wie eine Handfläche, halten ein Auto auf der Straße. Bei 2,3 bar Luftdruck und 350 kg Radlast misst die Aufstandsfläche eines Reifens rund 149 Quadratzentimeter. Alle vier zusammen ergeben knapp ein DIN-A4-Blatt.
Die Rechnung dahinter ist einfach: Fläche ist ungefähr Radlast geteilt durch Luftdruck. 3 434 Newton auf 230 000 Pascal ergeben 0,0149 Quadratmeter. Mit den Reglern oben auf dieser Seite sehen Sie, wie sich die Fläche verändert, wenn Sie Druck und Last verschieben. Sinkt der Druck, wird der Latsch länger und die Mitte der Lauffläche entlastet. Steigt er, trägt nur noch die Mitte.
Über diese vier Blätter laufen Beschleunigen, Bremsen, Lenken und die Kraft in der Kurve. ABS, ESP und Bremsanlage arbeiten nur so gut, wie Gummi und Asphalt die Kraft übertragen. Dazu trägt der Reifen die Last, federt Unebenheiten ab und schluckt Geräusche. Das gelingt durch einen Aufbau aus Karkasse, Stahlgürtel, Lauffläche und Innerliner. Wie diese Schichten zusammenspielen und wie ein Reifen entsteht, erklärt die Reifenkunde.
Ich habe selten einen Unfall gesehen, bei dem die Bremse versagt hat. Ich habe oft gesehen, dass der Reifen am Limit war, bevor die Bremse es war.
Reifengröße, Lastindex, Geschwindigkeitsindex
Die Kennzeichnung 205/55 R16 91V enthält sechs Angaben: 205 mm Breite, 55 Prozent Flankenhöhe, Radialbauart, 16 Zoll Felge, Lastindex 91 und Geschwindigkeitsindex V. Sie steht auf der Flanke und im Fahrzeugschein, Felder 15.1 und 15.2.
Die Flankenhöhe ergibt sich aus Breite mal Querschnitt: 205 mal 0,55 sind 112,75 mm. Mit zwei Flanken und dem Felgendurchmesser von 406,4 mm misst der Reifen gut 63 Zentimeter im Durchmesser. Wer eine Größe mit anderem Abrollumfang wählt, verfälscht den Tacho und die Fahrassistenten. Deshalb gilt: Die Größe aus Fahrzeugschein oder CoC-Papier ist der sichere Weg, jede andere braucht eine Freigabe. Wie Sie jede Angabe, vom XL bis zur Laufrichtung, entziffern, zeigt die Seite Reifengröße lesen.
Die Felder 15.1 und 15.2 nennen oft nur eine oder zwei Größen, obwohl der Hersteller mehr freigegeben hat. Die übrigen stehen im CoC-Papier, der Übereinstimmungsbescheinigung, die Sie über den Händler oder den Hersteller bekommen. Ein Kompaktwagen rollt in der Basisversion zum Beispiel auf 16 Zoll, in der Topversion auf 17 oder 18 Zoll, und jede Variante hat ihre eigene Zeile im Papier.
Der Lastindex ist eine Kennzahl, keine Last. Index 82 trägt 475 kg je Reifen, Index 91 trägt 615 kg, Index 100 trägt 800 kg, Index 106 trägt 950 kg. Der Wert im Schein ist die Untergrenze, nach oben ist Luft. Bei Wohnmobilen, Transportern und Gespannen ist die Reserve oft klein, dort lohnt sich die Nachrechnung nach Achslast. Der Geschwindigkeitsindex ist ein Buchstabe:
| Buchstabe | Höchstgeschwindigkeit | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Q | 160 km/h | Winterreifen mit Aufkleber im Blickfeld |
| S | 180 km/h | ältere Kleinwagen |
| T | 190 km/h | Kleinwagen, Winterreifen |
| H | 210 km/h | Kompaktklasse |
| V | 240 km/h | Kompakt- und Mittelklasse |
| W | 270 km/h | Mittelklasse, sportliche Modelle |
| Y | 300 km/h | Sportwagen |
Winterreifen dürfen unter dem Wert im Schein liegen, mindestens aber bei Q, wenn ein Aufkleber im Blickfeld des Fahrers die Höchstgeschwindigkeit nennt. Beim Lastindex gibt es diese Ausnahme nicht.
Sommerreifen, Winterreifen, Ganzjahresreifen
Sommerreifen laufen bei Wärme am besten, Winterreifen bei Kälte, Ganzjahresreifen versuchen beides. Die Grenze liegt bei etwa 7 °C: Darunter verhärtet die Sommermischung, darüber wird die Wintermischung weich und verschleißt schnell. In Deutschland entscheidet nicht das Datum, sondern das Wetter.
| Merkmal | Sommerreifen | Winterreifen | Ganzjahresreifen |
|---|---|---|---|
| Mischung | härter, auf Nässe und Wärme ausgelegt | weich, bleibt bei Kälte elastisch | Kompromiss mit vielen Lamellen |
| Stärke | Bremsen und Kurven bei Wärme | Schnee, Eis, Kälte | ein Satz für das ganze Jahr |
| Schwäche | Schnee, Eis, unter 7 °C | Verschleiß und Bremsweg bei Hitze | in beiden Extremen nur gut |
| Alpine-Symbol | nein | ja | nur bei gekennzeichneten Modellen |
| Wechsel | zweimal im Jahr | zweimal im Jahr | nicht nötig |
| Preis, 205/55 R16, Qualität | 80–105 € | 85–110 € | 90–115 € |
Seit dem 1. Oktober 2024 zählt bei winterlichen Verhältnissen nur noch das Alpine-Symbol, ein Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Die alte Übergangsfrist für Reifen mit bloßem „M+S“ ist am 30. September 2024 abgelaufen. Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) nennt für 2024 einen Marktanteil von 36 Prozent für Ganzjahresreifen im Ersatzgeschäft, bei Winterreifen waren es 38 Prozent.
Beim Wechsel zählt die Temperatur, nicht der Kalender. Sobald die Morgenwerte dauerhaft unter 7 °C liegen, gehört der Winterreifen auf die Felge, im Frühjahr gilt es umgekehrt. Werkstätten sind im Oktober und im April ausgebucht. Wer Anfang Oktober einen Termin ausmacht, sitzt nicht Ende November im Wartezimmer.
Meine Empfehlung für Süddeutschland: Ab etwa 10 000 Kilometern im Jahr oder bei regelmäßigen Fahrten in Höhenlagen nehmen Sie zwei Sätze. Darunter reicht ein guter Ganzjahresreifen. Was Winterreifen leisten müssen und wann sich Ganzjahresreifen lohnen, steht auf den jeweiligen Seiten. Wechseltermin, Einlagerung und die Faustregel „von Oktober bis Ostern“ gehören zur Jahreszeit.
Profiltiefe, Alter und Luftdruck
Gesetzlich genügen 1,6 mm Profil nach § 36 Abs. 2 StVZO. Sinnvoll sind 3 mm bei Sommerreifen und 4 mm bei Winterreifen. Beim Alter gilt: ab sechs Jahren prüfen lassen, nach zehn Jahren tauschen. Den Luftdruck messen Sie kalt, einmal im Monat.
| Wert | Grenze | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1,6 mm | gesetzliches Minimum | darunter mindestens 60 Euro und ein Punkt |
| 3 mm | Empfehlung Sommerreifen | Aquaplaning-Gefahr steigt deutlich |
| 4 mm | Empfehlung Winterreifen | in Österreich Pflicht bei Radialreifen |
| 6 Jahre | Prüfung empfohlen | Gummi härtet aus, auch im Keller |
| 10 Jahre | spätestens tauschen | Empfehlung, kein Gesetz |
Messen können Sie die Profiltiefe mit einem Profiltiefenmesser für wenige Euro, notfalls mit den Verschleißanzeigern (TWI) im Rillengrund, die genau 1,6 mm hoch sind. Zwei Messungen im Abstand von einigen tausend Kilometern verraten, wie lange der Satz noch hält. Grob läuft ein Satz Sommerreifen der Mittelklasse 30 000 bis 50 000 Kilometer, bei Frontantrieb verschleißt die Vorderachse schneller als die hintere. Das Alter lesen Sie an der DOT-Nummer ab: Die letzten vier Ziffern nennen Woche und Jahr, 2220 bedeutet die 22. Woche des Jahres 2020. Wie sich Gummi mit der Zeit verändert und wann ein Neureifen „zu alt“ ist, steht unter Reifenalter.
Der richtige Reifendruck steht im Tankdeckel oder in der Türzarge, meist zwischen 2,0 und 2,8 bar, getrennt nach Beladung. Zehn Grad Temperaturunterschied verändern den Druck um rund 0,1 bar, deshalb messen Sie morgens vor der Fahrt und nicht an der Tankstelle nach 30 km. Zu wenig Druck verlängert den Bremsweg, erhöht den Verbrauch und verschleißt die Schultern. Ein Blick aufs Profil verrät den Fehler: Eine glatte Mitte heißt zu viel Druck, glatte Schultern heißen zu wenig. Für Profiltiefe, Druck und Lastindex gibt es Rechner, die alle in der Übersicht der Rechner stehen. Wer alle vier Reifen auf einem Blatt festhalten will, druckt sich den Reifenpass aus.
Was Reifen kosten
Ein Sommerreifen in 205/55 R16 kostet 2026 zwischen 50 und 145 Euro, je nach Segment. Das Aufziehen mit Wuchten kommt mit 15 bis 30 Euro je Rad dazu. Für vier montierte Qualitätsreifen rechnen Sie mit 410 bis 580 Euro.
| Posten | Richtwert 2026 |
|---|---|
| Sommerreifen 205/55 R16, Budget | 50–70 € je Reifen |
| Sommerreifen 205/55 R16, Qualität | 80–105 € je Reifen |
| Sommerreifen 205/55 R16, Premium | 110–145 € je Reifen |
| Aufziehen mit Wuchten | 15–30 € je Rad |
| Räder umstecken | 20–40 € |
| Einlagerung | 40–80 € pro Jahr |
Winterreifen und Ganzjahresreifen liegen 5 bis 10 Euro je Reifen darüber, größere Formate deutlich: In 245/40 R18 kostet der Premiumreifen bis zu 250 Euro. Zwischen den Segmenten liegen im Schnitt 30 bis 40 Euro je Reifen, und der Unterschied zeigt sich beim Bremsen auf nasser Straße, nicht auf der trockenen Autobahn. Was ein Reifen in welcher Größe kostet, wie Online-Kauf und Händler nach der Montage dastehen und wann ein zweiter Radsatz sich rechnet, steht unter Reifenpreise 2026.
Montage und Wuchten gehören in die Werkstatt. Das Aufziehen braucht eine Montiermaschine, das Auswuchten eine Wuchtmaschine, und beides steht in keiner Garage. Räder abschrauben und mit dem Drehmomentschlüssel wieder anziehen können Sie selbst, samt Nachziehen nach 50 Kilometern. Alles andere erledigt der Fachbetrieb für 15 bis 30 Euro je Rad. Schon wenige Gramm Unwucht spüren Sie bei Autobahntempo im Lenkrad, und die Lager danken es Ihnen nicht.
Die wichtigsten Modelle 2026
Ein Reifen ist nur so gut wie sein Einsatz. Für die meisten Autos in Deutschland kommt eine Handvoll Modelle in Frage, von denen jedes für einen anderen Fahrer gebaut ist. Die Tabelle ordnet zwölf davon ein, mit Saison, Segment und dem Einsatz, für den sie gedacht sind.
| Modell | Saison | Segment | Einsatz |
|---|---|---|---|
| Michelin CrossClimate 3 | Ganzjahr | Premium | Alltag und Vielfahrer mit Alpine-Symbol |
| Continental AllSeasonContact 2 | Ganzjahr | Premium | Komfort, Nässe, Pendler |
| Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 | Ganzjahr | Premium | Alltag in Stadt und Umland |
| Vredestein Quatrac Pro+ | Ganzjahr | Qualität | sportlich bewegte Autos |
| Continental PremiumContact 7 | Sommer | Premium | Komfort und Nässe in Kompakt- und Mittelklasse |
| Bridgestone Turanza 6 | Sommer | Premium | lange Strecken, Komfort |
| Pirelli Cinturato P7 C2 | Sommer | Premium | Kompakt- bis Mittelklasse |
| Hankook Ventus Prime 4 | Sommer | Qualität | preisbewusster Alltag |
| Michelin Pilot Sport 5 | Sommer | Premium | sportliche Fahrer |
| Goodyear Eagle F1 Asymmetric 6 | Sommer | Premium | hohe Leistung |
| Michelin Alpin 7 | Winter | Premium | Schnee und Kälte |
| Continental WinterContact TS 870 | Winter | Premium | Schnee, Nässe, Kälte |
Der Michelin CrossClimate 3, im Mai 2025 vorgestellt, löst den CrossClimate 2 ab, gehört zu den Ganzjahresreifen der Premiumklasse und trägt das Alpine-Symbol. Im Sommersegment ist der Continental PremiumContact 7 als Komfort-Sommerreifen für Kompakt- und Mittelklasse positioniert, mit Schwerpunkt auf Nässe und Ruhe im Innenraum.
Drei Fragen sortieren die Auswahl: Wie wichtig ist die Nässe, wie viele Kilometer fahren Sie, wie laut darf es werden? Wer viel Autobahn fährt, achtet auf Geräusch und Laufleistung, wer in der Stadt bleibt, auf Nasshaftung und Preis. Das EU-Reifenlabel nennt dafür Klassen, die Modellseiten Stärken und Grenzen.
Rundlauf testet keine Reifen. Die Steckbriefe ordnen ein, was ein Modell kann, für wen es gebaut ist und wo seine Grenzen liegen. Messwerte liefern die Vergleichstests der Automobilclubs, die jedes Jahr erscheinen. Welches Modell zu Ihrem Auto passt, finden Sie in der Übersicht der Reifenmodelle, 60 Modelle sortiert nach Marke, Saison und Segment. Erscheint ein Nachfolger, sinkt der Preis des Vorgängers, und der Vorgänger ist dann oft die klügere Wahl.
Regeln in Deutschland und Europa
Deutschland kennt keine feste Winterreifenpflicht nach Datum, sondern eine situative: Bei Schnee, Schneematsch, Eis und Reifglätte dürfen nur Reifen mit Alpine-Symbol fahren (§ 2 Abs. 3a StVO). Wer es missachtet, zahlt 60 Euro und bekommt einen Punkt, bei Behinderung anderer 80 Euro, bei Gefährdung 100 Euro und bei einem Unfall 120 Euro. Die Details stehen unter Winterreifenpflicht in Deutschland. Teurer als das Bußgeld kann der Unfall werden: Wer im Schneetreiben mit Sommerreifen einen Schaden verursacht, muss damit rechnen, dass der Versicherer die Leistung kürzt, besonders in der Kasko.
Im Ausland gilt die Regel des Landes, auch für deutsche Fahrzeuge. Die Unterschiede sind größer, als viele annehmen:
| Land | Zeitraum | Regel |
|---|---|---|
| Deutschland | ganzjährig, situativ | Alpine-Symbol bei Schnee, Eis, Reifglätte |
| Österreich | 1. November bis 15. April | bei winterlichen Verhältnissen, mindestens 4 mm bei Radialreifen |
| Schweiz | keine feste Pflicht | Mitschuld möglich, wenn ungeeignete Reifen einen Unfall begünstigen |
| Italien | regional geregelt | Beschilderung beachten, besonders in den Alpen |
| Frankreich | nach Département | an Bergstrecken Schilder für Winterausrüstung |
| Tschechien | 1. November bis 31. März | bei winterlichen Verhältnissen |
| Schweden | 1. Dezember bis 31. März | bei winterlichen Verhältnissen |
Für 26 Länder fasst die Seite Winterreifenpflicht in Europa Zeitraum, Mindestprofil, Ketten und Strafen zusammen, dazu gibt es einen Reise-Check, der aus Ländern und Reisedatum die Ausrüstung ableitet. Wer im Dezember über den Brenner will, schaut dort zuerst nach, nicht erst an der Grenze.
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Jeder Rechner steht in dem Beitrag, der die Frage erklärt. Keine Anmeldung, keine Daten, die das Gerät verlassen.
Alle Rechner im Überblick- Profiltiefen-PrognoseZwei Messungen mit Datum, und Sie wissen, wie viele Kilometer bis 3 mm und bis 1,6 mm bleiben.
- Reifendruck und TemperaturWelcher Druck in der warmen Garage den richtigen Druck bei minus zehn Grad ergibt.
- Lastindex nach AchslastAchslast aus dem Fahrzeugschein eingeben, den kleinsten zulässigen Lastindex ablesen. Für Wohnmobil und Anhänger.
- Spritkosten nach EU-LabelWas der Unterschied zwischen Klasse A und Klasse E über 40 000 km an Kraftstoff kostet.
- Felge und Reifen: passt das?Felgenbreite in Zoll und Reifenbreite in Millimetern, geprüft gegen die zulässigen Bereiche.
- Reise-Check WinterreifenpflichtLänder und Reisedatum wählen, und Sie sehen, was an Bord sein muss.
- ReifenpassIhre vier Reifen auf einer Seite, mit Profiltiefe, Alter, Druck und den nächsten Terminen. Zum Ausdrucken.
Kurz beantwortet
Die Fragen, die uns am häufigsten erreichen. Die lange Antwort steht jeweils im verlinkten Beitrag.
Wie lange halten Reifen?
Nach Kilometern: 30 000 bis 50 000 km für einen Sommerreifen der Mittelklasse, je nach Fahrweise und Fahrzeug. Nach Alter: Sechs Jahre sind ein Prüftermin, zehn Jahre eine Grenze, auch bei vollem Profil. Die Profiltiefe zeigt den Verschleiß, die DOT-Nummer das Alter.
Darf ich im Sommer mit Winterreifen fahren?
Erlaubt ist es. Sinnvoll ist es nicht: Die weiche Mischung verschleißt bei Wärme schnell, der Bremsweg auf trockener Straße wächst, der Verbrauch steigt. Wer nur einen Satz will, nimmt Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol.
Was kostet ein Reifenwechsel in der Werkstatt?
Das Umstecken kompletter Räder kostet 20 bis 40 Euro, das Aufziehen neuer Reifen auf vorhandene Felgen inklusive Wuchten 15 bis 30 Euro je Rad. Mit RDKS-Sensoren kommen einige Euro dazu. Die Spannen nach Region stehen bei den Reifenpreisen.
Muss ich alle vier Reifen gleichzeitig wechseln?
Achsweise reicht: Links und rechts müssen Modell, Größe und Profiltiefe zusammenpassen. Vorder- und Hinterachse dürfen sich unterscheiden. Die neueren Reifen gehören nach hinten, weil die Hinterachse das Auto in der Kurve stabil hält. Mehr dazu in der Reifenmontage.
Welcher Reifendruck ist richtig?
Der Wert steht im Tankdeckel oder in der Tür, meist zwischen 2,0 und 2,8 bar, getrennt nach Beladung. Gemessen wird kalt. Zehn Grad Temperaturunterschied verändern den Druck um rund 0,1 bar, der Reifendruck-Rechner rechnet das um.
Gilt die deutsche Winterreifenregel auch im Ausland?
Nein. Österreich schreibt vom 1. November bis 15. April bei winterlichen Verhältnissen Winterreifen mit mindestens 4 mm vor, Italien regelt es nach Strecke, Frankreich nach Département. Die Winterreifenpflicht in Europa fasst 26 Länder zusammen.